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21.12.2016 | Work experience in England

Azubis im Betriebspraktikum in britischen Unternehmen

Junge Menschen, die eine kaufmännische Berufsausbildung dual an der Humpis-Schule und in einem Ausbildungsbetrieb absolvieren und am Programm „Ausbildung mit Zusatzqualifikation“ teilnehmen, haben die Möglichkeit, einen Teil der Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Die Humpis-Schule Ravensburg lädt ihre Auszubildenden zu einem dreiwöchigen Betriebspraktikum in der Metropole London oder in der Collegestadt Chichester im Süden Englands ein, das von Sprachkursen in Business Englisch begleitet wird. Damit die Auszubildenden an diesem Programm teilnehmen können, werden sie von der Europäischen Union durch das Förderangebot Erasmus+ finanziell unterstützt. Aber auch die Ausbildungsbetriebe haben angesichts der Globalisierung der Wirtschaft und der zunehmenden Internationalisierung der Kunden ihre Aufgabe erkannt und beteiligen sich an den Kosten, damit ihre Auszubildenden an dieser Aus- und Weiterbildung im Ausland dabei sein können. Die Voraussetzung zur EU-Förderung ist die intensive schulische Vor- und Nachbereitung des Arbeitsaufenthalts in Planungs-, Dokumentations- und Präsentationsaufträgen, die die Berufsschüler in Gruppen erstellenn, um ihre Erfahrungen und Eindrücke während des Aufenthaltes fest zu halten und nachfolgenden Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.


Am 1. Oktober 2016 hoben 62 kaufmännische Auszubildende vom Flughafen
Memmingen aus in Richtung London ab. 43 Schüler hatten sich für den Aufenthalt in der englischen Metropole entschieden und waren bereit, sich den Herausforderungen einer Großstadt mit all den Menschen, der Hektik, aber auch ihrer Faszination zu stellen. Die anderen 19 Teilnehmer legten noch eine dreistündige Busreise zurück nach Chichester, eine beschauliche Kleinstadt im Süden Englands mit rund 26.572 Einwohnern. Alle Auszubildenden kamen in Gastfamilien unter, wohnten „very British“ und konnten sich so intensiv mit der englischen Sprache und Kultur auseinandersetzen. Sie lernten, sich in die Familie einzufinden und deren Regeln und Tagesabläufe zu befolgen. Die Gasteltern wurden gebeten, die Besucher aus Deutschland über die „British Do´s and Don´ts“, also was man in England tun und nicht tun sollte, zu informieren und ihnen im britischen Alltag mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.


Die Praktika fanden in unterschiedlichen Betrieben statt, welche in London vom Kooperationspartner Twin Group, einer Sprachschule im Londoner Stadtteil Greenwich, organisiert und betreut wurden. Die deutschen Praktikanten arbeiteten dabei Charity-Shops, Hotels, Theater, Verwaltungs- und Marketingabteilungen vielfältiger Unternehmen. Ergänzend zum Betriebspraktikum nahmen die Auszubildenden an zwei Abenden wöchentlich an TWIN-Sprachkursen teil, um den sprachlichen Umgang mit den britischen Kollegen und die Sicherheit in Business Communication zu verbessern. „Hello guys, how are you, how was your day?“ – so begann der abendliche Unterricht stets.


In Chichester war das Chichester College als Vertragspartner der Humpis-Schule für die Praktikumsplätze, den Sprachunterricht und die Gastfamilien verantwortlich. Die engagierten Lehrer gaben sich alle Mühe den Unterrichtsstoff spielerisch und humorvoll zu vermitteln und den jungen Deutschen während der drei Wochen ein neues Zuhause zu geben. An zwei der insgesamt drei Wochenenden unternahmen die Auszubildenden gemeinsame Ausflüge wie etwa in das studentische Cambridge oder die Hafenstadt Portsmouth, die von Schülergruppen schon vor Reisebeginn im Rahmen von Unterrichtsprojekten organisiert wurden.

Alles in allem waren die deutschen Auszubildenden in den britischen Betrieben und Familien willkommen und wurden stets aufgrund ihrer höflichen, zuvorkommenden und offenen Art gelobt. Auch die Arbeitshaltung der jungen deutschen Praktikanten, deren Pünktlichkeit und Motivation gefiel den britischen Arbeitgebern außerordentlich gut. Mit dem Dankeschön „Thank you for your help, feel free to come back“ oder „It was a pleasure to have you around.“ wurde so manch ein Praktikant verabschiedet und aufgefordert, wieder einmal nach England zu kommen. Für die Auszubildenden war das Auslandpraktikum eine erlebnisreiche Erfahrung, bekannte Stärken zu beweisen und neue Schwächen kennen zu lernen und zu verbessern.

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